Bacardi – Zwischen Terroristen und Mafia

Häufig liest oder hört man in den Medien Berichte über die unmoralische Unternehmenspoltikolitik von Shell, Coca Cola oder Nestlé. An der Seriösität von Bacardi, einem der größten Spirituosenproduzenten der Welt, scheint jedoch niemand zweifeln zu wollen.

Am 04.02.1862 wurde die Destillerie Bacardi in Santiago de Cuba von dem ursprünglich aus Spanien stammenden „Facundo Bacardí i Massó“ gegründet. Seinen ersten Grundstein zum „Schnaps-Imperium“ legte Bacardi damit zur Zeiten der Prohibition in den USA (1914-1933) von Kuba aus Unmengen an Rum an die schmuggelnde Mafia „Cosa Nostra“ zu verkaufen. Die Verbindung zwischen den beiden Geschäftspartnern hielt viele Jahre und waren nicht nur wirtschaftlicher Art. Wenige Jahre nach der Aufhebung der Prohibition verlegte Bacardi bereits den größten Teil seiner Produktionsanlagen nach Mexiko, auch kaufte man bereits 1933 den Konkurenten „Martini“ auf.

Ein Jahr vor dem Sieg der kubanischen Revolutionäre verließ Bacardi offiziell Kuba und meldete die Marke Bacardi in den Bahamas an. Trotzdem warb man weiterhin damit „kubanischen“ Rum zu vertreiben. 1962 verließ dann fast der gesamte Bacardi-Clan Kuba für immer. Der Grund: Die Nationalisierung/Verstaatlichung von Bacardi und anderen einheimischen und ausländischen Unternehmen.

Ab dieser Zeit begannen die Bacardis damit, exilkubanische Organisationen und Terror zu finanzieren wie z.B. „RECE“ denen Terroristen wie „Luis Posada Carrilles“ und „Orlando Bosch“ angehörten. Aus Geheimdokumenten der US-Regierung, die vor allem im Zusammenhang mit den Untersuchungen des Mordes gegen Präsidenten Kennedy bekannt wurden, wird ersichtlich, dass der damalige Chef von Bacardi, José Pepin Bosh, Mordanschläge gegen Che Guevara, Fidel Castro und Raul Castro finanzierte, die alle von der CIA organisiert wurden.

Als 1981 der nationale Sicherheitsrat von Ronald Reagan die extrem rechte Organisation, „Nationale Kubanisch-Amerikanische Stiftung“, bildete, wurden führende Manager und Aktionäre Bacardis Mitglieder des Leitungsgremiums der Stiftung oder unterstützen sie mit Geld. Die meisten Mitglieder der Stiftung kommen bis heute aus dem Unternehmen oder der Familie Bacardi.

Doch es handelt sich bei Bacardis Politik nicht nur um Aktionen gegen Kuba. Auch wurde die „Stiftung zur Unterstützung der US-Außenpolitik“ geschaffen. Offen und verdeckt beteiligte sich der Bacardi-Clan aktiv an der Hilfe für die Contras in Nicaragua und mußte diese Machenschaften zwangsläufig beenden, als sie im Zusammenhang mit dem Watergate-Skandal aufflogen. Die Aktivitäten reichen sogar bis nach Afrika: Gemeinsam mit der Stiftung gab Bacardi Geld, um das Image von Savimbi, den Terroristenführer der UNITA in Angola aufzupolieren.

Durch ihr Handeln und ihr durch Unterlassen sind führende Manager und Aktionäre Bacardis verantwortlich für die kriminellen Attentate, die 1997 gegen Tourismuseinrichtungen Kubas verübt wurden. Die Stiftung hat diese Attentate finanziert und Luis Posada Carriles soll sie koordiniert haben. Die Stiftung unterstützte diese Anschläge in einer öffentlichen Erklärung, Attentate, die dem italienischen Staatsbürger Fabio de Celmo das Leben kosteten.

Jeder der Bacardi trinkt oder kauft sollte sich darüber im klaren sein das er damit den internationalen Terrorismus und die Blockade gegen Kuba finanziert, und das er freilich KEIN kubanisches Erzeugnis in den Händen hält.

Literatur:

„Die Bacardis: Der Kuba-Clan zwischen Rum und Revolution“ von Ursula L. Voss

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Wie man Arbeitslosenzahlen klein rechnet

Oft liest man von einer wundersamen Vermehrung der Arbeitsplätze in unseren Zeitungen. Und trotzdem hinterlassen solche Meldungen oft einen üblen Nachgeschmack spürt man doch im näheren Umkreis nicht viel von diesen immer wieder kehrenden „Jobwundern“. Hier wurde ein Verwandter gekündigt, da schließt die Spedition von nebenan und der Nachbar empfängt immer noch Hartz 4. Man erinnere sich beispielsweise an die Meldung letzten Jahres im Dezember in der unsere Kanzlerin stolz verkündete es gäbe nun nur noch unter 3 Millionen Arbeitslose. Warum merkt man aber so wenig davon?

Die Antwort liegt in der Verfahrensweise bei den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit, die die Kunst des Schönrechnens bis zur Perfektion beherrschen. Der Leser der Statistiken möchte denken das „Arbeitslose“ gleich zu setzen mit mit Leuten ohne Arbeit die deswegen auf Sozialhilfe angewiesen sind. Unsere Bundesagentur für Arbeit sieht das jedoch etwas anders.

Denn in den Statistiken werden beispielsweise folgende Gruppen nicht als arbeitslos gesehen:

  •  Leute die keine Arbeit haben, Sozialhilfe empfangen, aber an „Berufsqualifizierungsmaßnahmen“ teilnehmen
  • Arbeitlose die eine Berufsberatung in Anspruch nehmen
  • Arbeitslose die älter als 58 Jahre sind
  • Ein Euro-Jobber die weiterhin Arbeitslosengeld beziehen
  • Arbeitslose die krank geschrieben sind
  • Leute die für Dumpinglöhne arbeiten und deswegen Arbeitslosengeld beziehen müssen (der einzige eventuell angemessene Fall)

So werden Zahlen erreicht die über eine Million unter der tatsächlichen Arbeitslosigkeit liegen. Es lassen sich also kinderleicht Jobwunder erzielen in dem man mehr Leute in Fortbildungen schickt, Arbeitslose krank schreiben lässt usw.

Der Staat versucht hier ganz gezielt seine Bürger zu täuschen. Den Arbeitslosen wird eingeredet sie seien eine Minderheit und den Bürgern wird eine stabile wirtschaftliche Situation vorgegauckelt. Leider nur eins von vielen Beispielen in denen man mit schöngerechneten Zahlen gezielt die Leute hinters Licht führt.

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Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.