Uranmunition – Vom schleichenden Sterben durch den radioaktiven Staub

Greade in den letzten Jahrzehnten wurde den Massen im Westen die gefährlichen Auswirkungen von Radioaktivität immer bewusster, zu erschreckend waren doch die Bilder die man aus aus Hiroshima, Nagasaki, Tschernobyl und Fukushima sah.

Die Politik reagierte mit Regelungs-Abkommen zu Atomwaffen und  Ausstiegsplänen für Atomkraft. Ein Faktor der jedoch oft in den Medien totgeschwiegen wird ist die in Kriegen verwendete Uranmunition. Die erste Armee die Versuche mit Uranmunition unternahm war die deutsche Wehrmacht im zweiten Weltkrieg, da man auf der Suche nach einer günstigen, panzerbrechenden Munition war. Auf Grund von Materialmangel und dem Ende des Krieges kam es jedoch nie zu einer größerflächigen Produktion der Munition von Seiten der Wehrmacht.

Heutzutage besteht sie zum größten Teil aus abgereichertem Uran, einem Abfallprodukt aus Brennstäben der Kernkraftwerke und werden auch in Form von „Urangranaten“ verwendet. Dabei verbrennt das radioaktive und hochgiftige Uran, dass eine Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren besitzt und 200.000-mal stärker strahlt als die „Erdradioaktivität“,  zu winzigsten Nanopartikelchen. Eingeatmet können diese tödliche Tumore verursachen und den genetischen Code aller Lebewesen für viele Generationen deformieren. In den betroffenen Ländern sind dadurch inzwischen ganze Regionen unbewohnbar geworden (Tschetschenien, Afghanistan,  Bosnien, Kosovo, Irak und vermutlich auch Libyen).

Der deutsche Tropenarzt und Epidemiologe „Dr. Siegwart-Horst Günther“ machte nach dem zweiten Golfkrieg 1991 als erster auf die verheerenden Folgen von solchen Urangeschossen aufmerksam und wurde dafür in Deutschland diskreditiert und verfolgt. Bereits 1992 stellte dann ein deutsches Gericht die Gefährlichkeit der im zweiten Golfkrieg verschossenen Uranmunition fest. Seitdem setzte die NATO jedoch tonnenweise Urangeschosse und Uranbomben in den Kriegen im Kosovo, Irak und Afghanistan ein.

Diese Geschosse werden meist gegen Panzer oder Bunker eingesetzt, hierbei wird dennoch ein weites Gebiet bestrahlt. Beim Aufprall wird die Bewegungsenergie in Hitze umgewandelt, und das Uran verbrennt die Innenräume. Das Metall verwandelt sich hierbei zu 75 Prozent in den hochgiftigen Feinstaub. Der Vorteil der Waffen liegt auf der Hand: Sie durchschneiden ein Panzer wie weiche Butter und sind ein günstiges Mittel zur Entsorgung von Atommüll.

Die Folgen sind jedoch zu tiefst verstörend, eine Studie des „International Journal of Environmental Studies und Public Health“ schreibt: „die Menschen in Falludscha erleben höhere Fälle von Krebs, Leukämie, Totgeburten und Geschlechtsmutationen als die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki, in den Jahren nach dem diese japanischen Städte durch die amerikanischen Atombombenangriffe 1945 ausradiert wurden.“ Falludscha ist eine der irakischen Städte der bis heute an den Folgen der Uranmunition schwer zu leiden haben. Falludscha hat seit dem Krieg einen Anstieg auf Brustkrebse (10-mal mehr) und Leukäme (38-mal mehr) zu verzeichnen.

Am 2. Dezember 2008 gehörte zur Agenda der Vollversammlung der UNO ein Antrag auf Ächtung von Uranmunition. Das Ergebnis war beeindruckend: 141 Nationen forderten, gestützt auf die internationale Rechtslage, die Herstellung, Verbreitung und Anwendung von Uranmunition und Urangranaten künftig gänzlich zu verbieten. Dass die „Atommächte“ Frankreich, Großbritannien, Israel und die USA dagegen votierten, überraschte wenig. Russland enthielt sich der Stimme und China blieb der Abstimmung fern. Eine Resolution erging an die verantwortlichen UN-Organisationen, die gesundheitlichen Folgen zu überprüfen.

Es ist eine Ungeheuerlichkeit das diese Thematik von sowohl unseren Medien als auch von unseren Umweltschutzorganisationen fast gänzlich totgeschwiegen bzw. bei ihnen keine Beachtung findet. Es wird endlich Zeit das wir uns endgültig von Atomkraft und allen Atomwaffen verabschieden. Sie verseuchen Gebiete über Jahrzehnte, verkrüppeln Kinder, Soldaten und Zivilisten und schaffen somit unvorstellbares Leid.

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„Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren.“ -Albert Einstein

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Quellen:

Atomwaffen abschaffen!

Falludschas Kriegsfolgen

Uranmunition