MAN – Die ungeschminkte Wahrheit

Steve Cutts ist ein Zeichner und Animationsfilmer aus London, der sich nicht scheut, auch einmal heikle Themen anzupacken. In seinem Kurzfilm „MAN“ zeigt er die Zerstörungskraft des Menschen auf spielerische und doch unmissverständliche Art und Weise.

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Foucault gegen Foucault

Mit seinen desillusionierenden Gesellschaftsanalysen wurde Michel Foucault zu einem der bedeutendsten und umstrittensten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Foucault starb vor 30 Jahren, am 25. Juni 1984, im Alter von 57 Jahren an Aids. Zum 30. Todestag zeigt ARTE ein Porträt, das Foucaults unglaublich vielseitiges, in nur 20 Jahren geschaffenes Werk sowie seine Zeit beleuchtet.
Michel Foucault gilt als einer der wichtigsten Vertreter des französischen Strukturalismus. Seine Arbeiten, in denen er das Entstehen und die Mechanismen von Macht untersucht, und Schulen, Kasernen und Krankenhäuser mit Gefängnissen vergleicht, sorgten stets für Kontroversen. Zu seinen wichtigsten Werken zählen unter anderem „Wahnsinn und Gesellschaft“, „Die Ordnung der Dinge“, „Archäologie des Wissens“, „Überwachen und Strafen“ sowie seine großangelegte, dreiteilige Geschichte der Sexualität.Wie seine Schriften war auch der Mensch Foucault komplex und voller Widersprüche: einerseits ein politisch engagierter und streitbarer Freigeist und Aktivist des Mai 68, andererseits ein Gelehrter, der seinen Lehrstuhl für die Geschichte der Denksysteme (1970-1984) am Collège de France sehr ernst nahm und sich als zentrale Figur der Institution Universität verstand. Foucault war ein scharfsinniger und rebellischer Intellektueller, der sich sowohl im akademischen als auch im öffentlichen Raum einmischte; ein Mann seiner Zeit, der ein zeitloses Werk schuf und Maßstäbe setzte.

Die Dokumentation beschreibt Foucaults philosophische Entwicklung, die nie linear verlief, sich oft selbst negierte, verschiedene Ansätze, Disziplinen und Forschungsgegenstände wählte, aber stets kohärent blieb. Er war Vertreter des Poststrukturalismus, Psychologe, Historiker, Soziologe und Begründer der Diskursanalyse. In 20-jähriger Arbeit entstand ein Gesamtwerk, dessen allgemein anerkannte Originalität wohl einzigartig ist.
Mittwoch, 18. Juni um 21:45 Uhr (54 Min.)

Wer sauberes Wasser will, ist ein Feindagent

Wer sauberes Wasser will, ist ein Feindagent

NATO-Mann Fogh Rasmussen ist neuerdings der Meinung, dass Fracking-Gegner in Deutschland verlängerte Handpuppen von Putins Propaganda sind. Ein Kommentar in Wort und Bild.

Papst: Der Kapitalismus braucht den Krieg

Papst: Der Kapitalismus braucht den Krieg

Papst Franziskus hat in einem Interview erneut deutlich den Kapitalimus kritisiert.

Was ist Klassenkampf? (frei nach Gramsci)

Der Klassenkampf ist ein Begriff der mindestens so alt ist wie der Marxismus selber und nahezu untrennbar mit ihm verbunden ist. Eine genaue Vorstellung davon was Klassenkampf bedeutet haben jedoch eher wenige. Antonio Gramsci, ein marxistischer Philosoph und Politiker, lieferte in seinen Gefängnisheften eine schlüssige und ausformulierte Theorie von dem was er unter Klassenkampf versteht. Antonio Gramsci wurde unter den italienischen Faschisten 1926 verhaftet und starb 1937, sechs Tage nachdem er offiziell freigelassen wurde.

In Gramscis Klassenkampftheorie dreht sich alles um Hegemonie, also Vorherrschaft, sie ist der zentrale Leitbegriff seiner Klassenkampftheorie. Grundsätzlich bezieht sich die Klassenkampftheorie auf zwei zentrale Klassen: Die Bourgeoisie, die die Produktionsmittel besitzt und ihren Reichtum durch anderer Leute Arbeit sichert und die Proletarier durch mangelnden Besitz dazu gewzungen sind ihre Arbeitskraft zu verkaufen um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Der Marxismus geht davon aus, dass es seit jeher zwei Klassen gibt: Eine Minderheit die „ausbeutet“ und eine arbeitende Masse die „ausgebeutet“ wird. Zwischen den verschiedenen Klassen herrscht ein ständiger Konflikt der entscheidend den Lauf der Geschichte und die Entwicklung von Gesellschaft und Politik beeinflußt. Was vielen an der Klassenkampftheorie(n) (vornehmlich lenistisch-geprägter Autoren) aufstößt ist, dass der Gedanke im Raum steht das es sich bei den klassen um politische Akteure mit absolut einheitlichen Interessen handelt. Gramsci geht allerdings davon aus, dass diese beiden Klassen keinen homogegen Interessen verfolgen (Arbeiter wollen nicht immer mehr Lohn und Arbeitgeber wollen nicht immer nur mehr Profit). Die Klassen sind laut Gramsci viel mehr eine Zusammensetzung verschiedener pluraler Interessen, er spricht in diesem Sinne auch von „Klassenfraktionen“. Eine Klassenfraktion könnte beispielsweise ein bestimmer Berufsstand darstellen, wie z.B. Einzelhändler oder Servicekräfte.

Gramsci unterscheidet zwei Formen von Herrschaft: Die „Führung“ (Hegemonie) und die „Herrschaft“. Eine Leitfrage von Gramsci ist daher wann eine Klasse wann und warum „führend“ wird und dadurch ihre Ideen umsetzen kann. Gramsci geht davon aus, dass eine Klasse, bzw. eine Klassenfraktion, nur dadurch führend wird, dass sie  bündnisfähig wird. Bündnisfähig wird eine Gruppe dadurch, dass sie Kompromisse eingeht und auch Interessen anderer Gruppen mitvertritt. Eine Gruppe kann und wird also auch bestimmte Ziele aufgeben oder mitvertreten, so das sie ihre eigentliche Agenda nicht mehr umsetzen kann, um langfristig ihre Führung zu sichern.

Beispiele für den Beleg dieser Theorie lassen sich in der Geschichte der Menschheit genügend finden. Bismarck beispielsweise betrieb eine Politik die stark auf Bündnisse und Kompromisse ausgerichtet war um den groben Teil seiner Agenda weiterhin zu sichern. Im deutsch-österreichischen Vorherrschaftskrieg drängte Bismarck darauf von Österreich keinerlei Gebietsabtretungen zu verlangen, um sie als späteren Verbündeten zu sichern. Obwohl Bismarck alles andere als links oder liberal war, führte er die ersten Sozialversicherungen ein um den Sozialisten den Wind aus den Segeln nehmen zu können. Diesen Kompromiss findet sogar in der Geschichte fast jeder bürgerlichen Gesellschaft wieder. Die Borgeoisie verzichtete immer wieder auf Teile ihrer Macht und ihres Profites um ihren eigenen Führungsanspruch zu sichern. Der Putsch gegen Chavez in Venezuela scheiterte auch nicht zuletzt daran, dass die Unterstützung (Hegemonie) von Chavez in der Masse des Volkes zu groß war um einen Regierungssturz ohne massiven Widerstand umzusetzen.

Mit u.a. dieser Theorie gilt Gramsci als einer der Autoren des Neomarxismus. Doch wie auch immer man zu der Klassentheorie steht: Die menschliche Gesellschaft war nicht immer in Klassen gespalten und wird auch nicht immer in Klassen gespalten bleiben.  Klassen entstanden erst als der Mensch in die Lage kam mehr zu produzieren als er unbedingt zum Leben brauchte und können daher auch wieder abgeschafft werden.

Wichtig wird Gramscis Theorie allerdings vor allen Dingen an dem Punkt wo man darüber nachdenkt was es bedarf um die gesellschaftlichen Verhältnisse zu ändern. Denn wer die gesellschaftlichen Verhältnisse verändern will muss viel mehr nach Kompromissen und Bündnissen suchen, als nach der ständigen unmittelbaren Konfrontation.

Kaufen für die Müllhalde

Die Dokumentation wirft einen kritischen Blick auf die heutige Konsumgesellschaft. Es wird erklärt was „geplante Obsolenz“ ist und wie unser heutiges Wirtschaftswachstum dadurch erst möglich wurde. Da unendliches Wachstum in unserer endlichen Welt nicht möglich ist zeigt sie auch alternative Lösungswege auf.

Verbrechen der CIA

Die Doku erklärt wie die CIA seit 1947 als staatlich gesponserte Terrororganisation zur Durchsetzung der Interessen von US-Außenpolitik und den amerikanischen Großkonzernenur eingesetzt wird.