Ein nicht zu unterschätzender sozialer Sieg: 20 Millionen Euro für selbstverwaltetes Teebeutelwerk in Südfrankreich. Unilever muss zahlen


Syndikalismus's Blog

fralib_gangneEs kommen nicht nur schlechte (politische) Nachrichten aus Frankreich. Dieser Sieg ist nicht zu unterschätzen: Nach 1.336 Tagen im Kampf haben die Arbeiter/innen einer Teebeutelfabrik in Gémenos, in der Nähe von Aubagne im südöstlichen Umland von Marseille, einen bedeutenden Erfolg davon getragen. Der Lebensmittelkonzern Unilever hat sich verpflichtet, ihnen zwanzig Millionen Euro zu zahlen – dafür, dass sie in Eigenregie ihre Produktion weiterbetreiben. Und so kam es dazu.

Von Bernard Schmid

Im August 2010 verkündete der britisch-niederländische multinationale Konzern Unilever seine Pläne, die Produktion von Teebeuteln – der Marke ,Eléphant’, mit dem berühmten Elefanten auf dem Etikett – und von Lipton-Schwarztees in Südfrankreich dichtzumachen und nach Polen zu verlagern. Das Werk im Umland von Marseille war dort seit 1896 ansässig. Den 182 Lohnabhängigen vor Ort wurde großzügig „angeboten“, ihre Arbeitsplätze zu behalten – aber nur, falls sie einen Umzug nach Polen und dort praktizierte Löhne akzeptierten. Doch bereits Ende der…

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